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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
427
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nach der Gottseligkeit.

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des Gift mit so viel annehmlichen und schein-baren Sachen zu vermischen und zu verdecken,daß wenigstens ungeübte Sinne es gar leichtals die heilsamste Arznei annehmen würden;weswegen es nicht undienlich seyn möchte,wenn wir solchen Schein der Wahrheit, wo-mit sie ihre Lügen zu bemäntle» suchet, vonder Wahrheit selber, wie sie in Christo ist,in aller Kürze zu entscheiden trachten.

I.

10. Der erste scheinbare, aber falscheGrund, den dergleichen Menschen zur Beschö-nigung ihrer Ungebundenheit durchgehendsrimvenden, ist dieser:Daß sie nicht mehrunter dem Zwang des Gesetzes, sondernunter der Gnade und Freiheit des Evange-liums stünden, und daß sie sich daher nichtmehr so eng eingeschränkt halten dürften,sondern ihnen viele Dinge zu thun frei stün-den; weil dem Gerechten kein Gesetz gegebensey."

11. An und für sich selbst ist dieser Satzeine theure, unschätzbare Wahrheit; nur daßsie von ihnen zu weit ausgedehnet, und übelappliciret wird. Diese edle Perle gehöretnur allein für wahre Kinder GOttes, undmuß gar nicht vor den säuischen, sich selbstsuchenden, fleischlichen Menschen geworfenwerden. Den unbetrüglichen Weg der wah-ren Freiheit hat uns der Heiland JEsus

beschrie-