ZA8 Geistliche Briefe.
mir glauben, wann du gleich dir selbst nichttrauen dürftest. iE
Wenn ich mich nach dem Theil ansehen Ewollte, wie du, so würde ich tausendmal ver- M'Fzweifle«. Ich begehre in Christo erfunden zu Ewerden, nicht habend meine Gerechtigkeit:
Er soll mein Alles sepn. Die boshafte Natur «P ^mag crepiren in ihrem Unfiath; ich mag mich Wihrer nicht annehmen, mag sie auch nicht so Wansehen. Kannst du aber nicht entweichen,so leide doch alles nur fein kindlich, wie ein WKind die Bauchschmerzen. „ ^
Welch eine arme Versuchung ist es dochwider das Kinderwesen, wozu dich GOtt be- ^rufen und bereiten will, als wenn man nur ^so vom Leiden wollte frei seyn, und sich ^auf die faule Seite legen rc. Ja, darum M.ist es, um von allen höllischen Leiden des Gersetzes und Gewissens, des eigenen Willens,falscher Gerechtigkeit, Zorn, Sünde, Ei-genheit, rc. und von aller solcher bösen Plagefrei zu werden. Eben darum; nicht, um ^Christi Kreuz zu entlaufen, sondern um alles, u'nur ohne Forschen, über sich hin rauschen zu ^ °laßen, und in stiller Liebe zu umarmen; da diegroße und kluge Christen wohl tausendmalwürden zu Narren werden, und davon lau- . Nfen, weil sie es in ihrem Gehirn mit GOttesFührung nicht überein bringen können, undsich ärgeren würden.
Ist dieß, sich auf die faule Seite legen,so Hab ich keinen Begriff mehr davon. Doch
nein!