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Geistliche Briefe.
Leiden, da keine Spur zu sehen ist ; undwarum wollte dann ein armes, dummes Kinddes Vaters Handlungen tadlen, ungelaßenund mißtrauisch werden, und sagen: Du ste-hest meine U7srh, und genesest mich dochnicht-, da kann ich nicht über! Laß doch denVater mit dir machen, und überlaß dich ihm,du bedrängtes albernes Kind! oder, wo duWeisheit hast, so sage mir: Warum hatGOtt die wüste und leere Erde in sechsTagen erst so herrlich formiret, da Ers in ei-nem Augenblick hätte thun können? Warummußte Israel vierzig Jahre lang in der Wüsteschweben? Warum fiel Jericho erst am sieben-ten Tage? Und warum kam der so lang ver-heißene und schmerzlich-erwartete Schlangen-treter JEsus erst nach vier tausend Jahren?Hats die ewige Weisheit nicht alles wohl ge-macht?
So laßet uns dann hinfür die Augenschließen, und nur dumme Kinder bleiben!Ergib und überlaß deine Seele, und ihrenganzen Zustand, lediglich in die treue Va-terhände GOttes! Der HErr weiß, daßdir die Sünde zur Last ist. Durch Unruh,Kleinmüthigkeit, und immerwährendes Trau-ten wirst du nur noch mehr geschwächet, ver-wirret und zum Strauchlen geschickt gemacht.Nur nach Möglichkeit dich selbst und deineElenden vergessen, und GOtt anbefohlen,und dem verborgenen kindlichen Vertrauenund Liebe (welche die Gnade unter allem Jam-
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