z6r Geistliche Briefe.
dir. Wie so oft sagen wir nicht, auch iinbe-» ^dacht. Nein! welches doch ja kein Varergern von seinem Kinde höret. Was haben Ewir damit zu tkun, wie die Dinge sich zutra-gen? Ein König muß sein Land regiren, einBürgermeister die Stadt, ein Hausvater sein M?Haus, und GOtt über sie alle. Hatten wir M'eines von diesen Aemtem, so müßten wir zu- Msehen, wie wir unsers Amtes warteten. Nun «Schaber ist unser Amt nur, GOrc lieben und p. lgehorsam sepn; alles andere gehet uns nicht HÄan; alles andere kann uns daran nicht hin- »Bdern, sondern gibt uns vielmehr immerwäh- Wrende Gelegenheit dazu; wenn wir anders nurin den Schranken unsers Amts bleiben,und uns deß nicht annehmen, was uns nicht ^befohlen ist. ^
Ach HErr! wie so gut ist es, daß dueinem jeden ein Amt gibst, wozu er rüch- ^tig ist, oder von dir tüchtig gemacht wird! ^Sollten wir regiren, wie wunderlich wür-de es vergehen! Härren wir zu befehlen,wir würden nimmer anders als unserem .Eigenwillen folgen, und es doch nimmerkriegen, wie wirs gern hätten. fTlun ha-ben wir nur Eines zu thun, dich zu liebenund gehorsam zu seyn. wie so gut schicktsich das nicht für uns, und für unsere MUmstände! wir wären sonst zu nichts an-ders nutz Ach! daß wir zu diesem recht ^nutz und tüchtig werden möchten, durch ^deine Gnade, o mein GGrr!
Geliebte ^