zig Geistliche Briefe.
ziemlich ungeschickt bist, dich zu GOtt zu kch-ren: dennoch muß es nicht unterlaßen wer- Eiden; sondern du mußt dich mit demürhigemVertrauen zu GOtt wenden mit deinem Her- Ezen, in möglichster Vergessung aller Bilder,essep, daß es mündlich, und dann still im MHerzen, oder daß es allein inwendig geschehe, Ewie du am beßten kannst. «M
Wenn du auch gleich nicht solltest stille D"werden können, so gefällt doch GOtt dieseUebung, und ist nimmer ohne Nutzen: nurmerke dieses: daß wir uns nimmer gründ-lieh zu GOrr wenden können, oder unserinnerjier Wille muß sich zugleich gründ-lich, aber sanft, von allem abwenden, «chrüdas er außer GOrr angenommen har. Seydoch vorsichtiger den Tag über, und erinnere -dich nun und dann des gegenwärtigen GOttes. ^Habe aber nur Geduld und Beständigkeit, Uwenn dirs gleich nicht so bald gelingen will!
Es ist wohl jämmerlich genug, daß du dir HMetwas darauf einbildest, wenn sich was Gutes ^ ^in dir reget; indessen kehre dich an diese när-rische Einfälle nicht viel, daß du deßwegen "Hietwas Gutes unterlaßen solltest! Du hastgenug Elenden, und GOtt genug Züchtigun- Wgen, diesen eitlen Sinn zu bändigen. Diese vonund alle übrige Verdorbenheiten, wovon du tW.schreibest, werden zugleich geschwächet, und Zasendlich vertilget, durch die Eine Uebung desherzlichen Andenkens, und der innigen Zukehe ^zu GOtt im Herzen, in Vergessung alles
anderen: '