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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
292
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Geistliche Briefe.

gene Wahl. Nach GOttes Willen leidenist ein schöner GOttesdienst. Nehmet docheure Leiben von GOtr an, und leibet sieGOttzu lieb, so werden sie euch leichter fallen, undrecht gesegnet seyn. Haltet euer Gemüth doch,so viel möglich, stille in GOtt, und eureGe--müthsbewegungen ungestört; ihr schadet sonsteurem Leib und Gemüth. Alle Beängstigun-gen, welcherlei sie auch seyn mögen, leibetgelaßentlich, ohne darauf zu reflecriren, wases ist. Beuger und stiller euch nur vorGOrr.

Euer Vorsatz und Verlangen, zu Er-tödrung eurer Lüste und Begierden, ist nunkeineswegs umsonst; man hat in dein Stückmehr Gelegenheit zur Abtödtung, wenn maniffet, als wenn man nicht isset; und wennman was Angenehmes isset, (wann mansthun muß) als wenn man sonst trockenes Brodisset. O du schöne und göttliche

Zeigend der

wahren Abgeschiedenheit! Eine Tugend,

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die uns nicht leicht von den Feinden gerau-bet wird, weil sie vor ihren Augen verbor-gen ist. Sonst sind unverdauliche, wie auchgar zu weichliche und stark gewürzte, oderhitzige Speisen, nach den Grundsätzen derMedicin, eurem Leibe nicht gut. Zuvielund alles, was einem in den Sinn kommt,essen, und oft die schädlichsten Dinge, solchesist euch in eurer schwachen Constitution ge-wiß nicht gesund, und macht euch nur rechtübel. Ihr möget, und mäßet, dasjenige

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