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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
293
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I.THeil. iv2ter Brief.

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auswählen, was ihr am beßten vertragenkönnt; das ist jetzt des HErrn Wille an euch,und kann, wie gesagt, mit der Errödtungeurer Lüste gar wohl bestehen. Könnet ihreuch nicht verläugnen in alle dem, und aufeine solche Weise, als ihr gern wollet, sogedenket, daß es die beßte Verlaugnüngsey, dasjenige stille zu leiden, was widerunseren Willen ist: denn so lauten die vierHauptstücke der christlichen Religion, wie ichsie zu nennen pflege, i. verläugne dichselbst; 2. Nimm dein Reeuz auf dich;z. Folge mir nach ; 4. Beche ohne Unter-laß.

Eure Begierden zur Stille, Sammlungund Einkehr des Gemüths sind auch keines-wegs fruchtlos. Man muß sich aber nimmeranders darin üben wollen, als nach der Ge-legenheit, Stand und Gnade, worein unsGOtt setzet. Uebet euch darin, so gut ihrkönnet; könnet ihr aber bisweilen, wie esscheinet, gar nichts, so saget dem HErrnmit einem kindlichen Liebeöblick, was ihr gernwollet : so nimmt er den Willen für dieThat. Die Vergnüglichkeit, die wir in derinneren Sammlung haben möchten, mußuns nicht so lieb seyn, als GGrres N)obr-gefallen, darin wir allezeit bleiben können,auch unter den Geschafften, in Pein undKrankheiten, ja in allen inneren Dunkelhei-ten und Leiden.

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