Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
265
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Der yzste Brief.

Antwort auf die Frage: Ob man ohne Ver-letzung seines Gewissens mit anhörenkönne, wann über dieß und jenes widerunser Erkenntniß gesprochen wird?

In der Gnade IEsu vielgeliebte Freun-din« und Schwester!

^puer Angenehmes habe gestern durch FreundM. wohl erhalten. Zur Antwort aufeure darin gethane Frage: Ob ibrs wohlohne Verletzung eures Gewijfens mir an-hören könntet, wann über dieß und jenesrvider eure Erkennrniß gesprochen wird?dienet, daß, wenn die Frage ist von äußerenindifferenten Dingen, oder auch von diesenoder jenen Mepnungen und Gedanken imGeistlichen, die den Grund unsers Heils nichtbetreffen; so muß man allen Zank darübermeiden, als eine Versuchung des Feindes.Wird aber begehrt, unsere Meynung undErkenntniß von diesem oder jenem zu sagen;so erfodert zwar die Aufrichtigkeit, daß wirdieselbe, wenn es anders erbaulich geachtetwird, so und nicht anders, sagen, als wires einsehen, obgleich andere darin andersgesmnct scyn möchten: indessen muß solchesR ; ohne