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I. Theil. 94ster Brief.
Ich wünschte, daß ihr euch nicht durcheinen jeden Gedanken, oder andere Umstände,K beunruhigen ließet, und daß ihr euch zuvorlich ein wenig einkehren möchtet, und dasjenigein GOtt, und vor GOtt ansehen, was euchW. Zweifel und Unruhe macht; so verschwinden^ oft große Berge, wie Wachs, weil man sieSch alsdann im Licht der Wahrheit entstehet.K, Z. E. Bey eurer tiefen Traurigkeit überfälltGi euch bisweilen die Versuchung: ihr sollt eseuch begeben, und, weil doch kein Auskom-chlj men wäre, sollet ihr euren Theil nur in diesemL Leben nehmen, dem Kreuzleben Abschied. geben rc. Ich weiß, daß euch dergleichenGedanken bisweilen so plötzlich und kräftigüberfallen, daß eure ganze Natur sich darüber5« entsetzet und hinsinket: allein, ich müßte albernseyn, wenn ich nicht leicht sollte unterscheidenE können, daß solche Gedanken nur GedankenW sind, und nimmermehr aus eurem Herzenkommen, und der Feind nur Vorhabens ist,W- ^ch dadurch zu beunruhigen, und die Zeitabzustehlen.
M Schließlich, so glaubet frei, daß ich großes»i ^ Mitleiden mit euch in euren Umständen habe,li- N und eurer, in meiner Armukh vor GOtt,^ nicht vergessen werde. Er, der die drei Män-still „er in: feurigen Ofen unversehrt erhalten har,E kann und will euch auch vor Sünde bewah-Aitp re,,. Man muß bisweilen ein wenig nach-F" geben, und aus zweien Nebeln das Kleinste er-wählen, wenn man beiden nicht vorbei kom-Ä R 4 men