?6r Geistliche Briefe.
daß ihr nur eurem Leibe schadet, und euer , ?Gemüth untüchtig macht, vor des HErrn ^An.'esicht in stillem Geist zu wandeln. Die ^dtatur wird auch nur mehr mürrisch dadurch,daß euch daher so leicht der Affect des Zornsergreift, und alles in Verwirrung bringt. DAch! die ewige Liebe GOttes, die sich in '1^Christi Geburt gegen uns eröffnet hat, durch- Ndringe euren Grund, daß alle Hurtigkeit,und grimme Kräfte der Natur durchsüßetwerden, und in inniger Sanftmutb ersmkenmögen! Ich weiß, wäre dieser Feind über- Nimwunden, es würden wohl mehrere fallen. iN
Die Frau Guion, wovon ihr schreibet, ^ist im röten Jahr durch ihre Aeltern, fast ^wider ihren Willen, verglichet worden:,^GOtt hat sich ihr eben in diesem Stand als ^einen innig gegenwärtigen GDrr, unter ^tausend Kreuz und bitteren Proben geoffen- ^baret. Einige Wochen nach ihrem letzten ^Kindbette starb ihr Mann, den sie herzlich ^.liebte. Da sagte sie zu GOtt: O HErr! ^ich bin deine Magd; du hast meine Bande ^zerrissen; U. s. w. Ps. 116, i6. bis ansEnde, und verlobte ihm ihre Keuschheit. Ich ^bitte euch, liebet euren Mann im HErrn,dann das ist der Wille GOttes; seyd freund-lich, liebreich, dienstfertig gegen ihn in allem, swas nicht wider GOtt ist. Sanftmut!) und ^Liebe können Wunder thun in uns, und in ^anderen, G
Ich