Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
260
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26o Geistliche Briefe.

der Zuspruch etlicher Freunde mir jetzt di«müßige Zeit ziemlich hinnimmt, so muß ich Hleuch hiemit doch kürzlich grüßen, und in A!etwa antworten. M

Mir dünkt, ich will im Geiste zu euch ABsagen: Komm, bedrückte Seele! gib mir die WHand; ich weiß Rath für allen deinen Jam- zgDmer. Komm mir nur im Geiste hinab gen WBethlehem, in den Stall, zum Kindlein JEsu! zMWir wollen mit einander vor ihm niederfallen; Wund sage ihm dann kindlich und offenherzigeben das, was du mir geschrieben hast, und M,auch, was du nicht schreiben oder sagen kannst.

Ich kenne in etwa dieses lieben Kindes Leut- Aseligkeit, und göttliche Kraft, den bösesten M rKreaturen zu helfen. Hilft es dir auch schonnicht so gleich, so spürt man doch schon Lin- lrMderung, wann man ihm nur sein Elend in ^ !Einfalt des Herzens klaget. Dieses Kind, ^ iim Geist beschauet, kann dir die Furcht vor ^GOttes Zorn über deine Sünden benehmen. M iAlso dar G(vrc die welr gelieber u. s. w.GOtt ward ein Kind, damit Bußfertige ^sehen sollten, daß er ihre Sünden vergesse und ^vergebe, wie ein Kind, und nicht zürne, wie ^ein harter Mann. Dieses Kind gibt Glau- ^ben und Vertrauen. Wer sollte dem nichttrauen, der sich so tief herunter läßt? ' ADu sichest keine Erlösung aus deinem ^Elend, schreibst du. Das sah Adam auch ^nicht, und alle Heiligen nach ihm: aber ^GÖttes Weisheit sah und fand, woran L'

wir ^