Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
257
Einzelbild herunterladen
 

'M

Hl>!

HV

lvlsk

jW!

is

O

Bi

M

§1,

,,s

-K

M

l. Theil. 9 Zster Brief. «57

dm worden. Denket, daß ihr was andersin der Welt zu thun habt, als immer an dieSünde zu denken. GOtt und dessen Gegen-wart soll die Hauptbeschästngung eures Her-zens seyn; kommt euch in - oder auswendigwas anders vor, so sagts ihm alles, auchohne Worte, eben so kindlich und offenher-zig, als ihr es gegen einen guten Freund thunwürdet, wann er bei euch wäre. Haltet euchaber bei nichts auf, als bei ihm allein. Sehetihn Mts an mit den Augen eurer Liebe, dochohne euch einiges Bild von ihm zu machen;beuget euch aller Orten im Geist vor ihm;bethet ihn an; schenket euch ihm zu tausend-malen; umfasset ihn in eurem Herzen; kurz!machet euch recht gemein mit ihm, und siel-lers euch ganz so vor, daß er euer trauterFreund, und ihr sein Kind seyd: und mitdiesen und dergleichen Herzensgedanken be-schäffriget euch inwendig dergestalt, daß ibreuch selbst, und aller Welt und Sünde drübervergesset. Kommt euch dann ein: daß ihr soelend, verdorben, und voller Sünde seyd, sosaget: Das weiß ich wobt, lch bade abernoch keine Zeit, daran zu denken. Ach!wenn ihr so wie ein Kind dabin wandeln könn-tet: wie bald würdet ihr heilig seyn, ohneeuer Wirken und Wissen!

Ehe ich diesen Brief schließe, den ich nichtso lang machen wollte, so will noch d'eses Eineerinneren, bei der Gelegenheit, daß ihr schrei-bet : ^hr würdet den Menschen meistErst. B. ITH. R eine