Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
255
Einzelbild herunterladen
 

255

I. Theil. yzster Brief.

Guten unwürdig schätzte, ja daß er mit willi-fts gein Herzen würde annehmen alles Kreuz, sokri! ihm von GOtt und Menschen aufgelegt würde.

Lieber aber die Sünde nicht! Ich will>Ilek sagen, wann sich auch alle Macht der Sün-ltn de und Bosheit in euch reget, und ihr nichtschr als Versuchungen von allen Seiten gewahrch, werdet, so saget in Aufrichtigkeit zu GOtt:ßr HErr! ich will doch nicht sündigen. Zie-M het euren inneren Willen sanfte, doch völlig,euch zurück vom Bösen, und neiget euch inwendig, ß zu GOtt, so gut ihr könnt. In ihm und beiW. ibm kann euch kein Uebel erreichen. KönnetW ihr auch dieses gar nicht, so leidet stille, wieM ein Fels das Wüten des Meers, und wie einM Baum Hagel und Ungewitter, bis es wiederHelle wird. Mepnet ihr, daß ihr eingewilligetMi habt, so sage euer ganzes Herz wieder:ÄErr! ich will doch nicht sündigen.

H Und störet euch dann nicht über dietzji Sünde! Durch unser ungebärdiges Stellen,M beim Gefühl der Sünde und Versuchungen,M richten wir nichts anders aus, als daß wirdas Uebel ärger machen, und, anstatt eineM Versuchung zu leiden, in eine Sünde hinein-M (allen. Ein beunruhigtes Herz ist schon halbW überwunden, und richtet nimmer was Gutesaus. Gewiß! wann die listige Schlange^ merket, daß man sich vor jedem Schattenfurchtet, so plaget sie eine solche Seele oftM rechtschaffen, wenn sie auch nichts mehr aus-F richtete, als nur dem Gemüth durch beständigeM Unruhe