Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
250
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r;o Geistliche Briefe.

Diejenigen, so sich dem HErrn überlasten, ^wird er, der Getreue, nimmermehr verlaßen; LkMdenn diese sind seine unschuldige Schafe, die -Dnicht mehr in ihrer eigenen, sondern in ferner WHanö sind, woraus sie niemand reißen wird.

Sehet eure äußere Umstände, bitte ich ^euch, nicht an als Hindernisse eurer Heili-gung! denn so hindern sie euch gewiß; son-dem sehet alles, was in sich nicht böse ist, als ^ xeinen GOrtesdienst an, und als Hülfsmittel ^in der Gottseligkeit, denn so muß es euchgewiß werden, wenn ihr alles thut und alles ^leidet um der Liebe GOrres willen. Je .mehr es wider unfern Sinn gehet, je besserist es für unser Inwendiges. ^ ^

Macht nicht so viel Ueberlegungen aufs k ""Zukünftige, wo es endlich hinaus wolle? ob^'ihr wohl je völlig möchtet erlöset werden ? u. d. g.Dieß sind Früchte und Gedanken der Ver-musst, und nicht des Glaubens. Grämt sich ^auch ein Kindlein den Kopf krank, ob es wohlje ein vollkommen erwachsener Mann wer- Edden soll? Es sauget, isset und trinket mir "Wgutes Muths , und wächset unvermerkt, da ^die Zeit schon ausweiset, ob, und wie großes werden soll? Also lastet auch ihrdemHErm Msein Werk nur über, und wandelt mit ihm, ^als mit einem trauten Seelenfreund, in allerEinfalt und Innigkeit des Herzens. Liebetdas Geberh mehr, als das Lesen! Ich meyneaber düs kindliche Geberh des Herzens.Leset auch mehr mit dem Herzen, daß ich so

rede,