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Der y2ste Brief.
Don der kindlichen Ueberlaßung an GOtt un^"p seine Führung.
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Nr;
Geliebte Freundinn!
Auer Brieflein habe zurecht erhalten, und
in etwa euren Gcmüthszusiand darausersehen. Ach! daß ihr euch selbst, euer Gu-tes und euer Böses, doch mehr vergessenkönntet, und euch nur auf eine herzliche undstille Weise mit GOtt im Glauben beschäff-tigen!
Ich weiß es schon gar zu wohl, daß ineuch, sowohl als in mir, von Natur nichtsals Böses ist. Erwartet nicht, daß eine bit-tere Öuelle süß Wasser geben soll. Was wirthun, denken, und begehren ist alles unlau-ter, und kann uns kein Licht noch Ruhe zu-wege bringen: wir verwirren und verdunkle»uns nur immer mehr. Wie gut wäre esnicht, wenn wir all unser eigenes Thun,Denken und Begehren könnten stille halten,und als unmündige, unweife, kleine Kindleinuns vor dem Angesicht des HErrn hinlegen,und ihn nur in uns thun, denken und wollenlaßen! Wie bald würde uns geholfen werden!
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Die-