Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
243
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I. Theil. yoster Brief.

Seele! ss wird es geschehen; so wer-den wir dieses Alles in dem Einen fin-den. Du, o unser GOrr! wohnest inder Ewigkeit, so laß dann auch uns derZeit und Ort entfallen, damit wir dichmögen schauen, und unser so lang umgeskriedener, bald verschmachteter Geistwiederum in seinem ursprünglichen Vater-land , und in deinen Vatersarmen aus«ruhen möge! wenigstens laß ihn docheinst schmücken, was es zu sagen habe,nicht mehr zu hungern und zu dürsten,sondern genug zu haben! Also wird es jaseyn, o Liebe! wann unser Geist dendeinen wird gefunden haben. O! wiebald würde er stille stehen! Wie baldwürde er gewahr werden, eben daselbstzu seyn, wo er seyn mußte und wollte!Ach daß es nur fern bald wesentlich ge-schehen möchte! Du hast uns durch deineanziehende Rrafr gezogen, daß wir dirnun nachlaufen mußen; deine ^and hatuns verwundet, und nichts , als dein An-gesicht kann uns genesen; laß es uns dannbald erblicken, o GOrr! damit wir vondem Anfchauen deines Angesichts voneiner Klarheit zur andern in dein GOrr-heicsbild mögen vergestalree werden, unddu so ewiglich deinen Gefallen und Lustan uns, und wir an dir haben mögen,ja Amen!

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