Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
230
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rzc» Geistliche Briefe.

wird doch nicht lange mit uns, hier imElend, mehr währen. Nur getrost auf einensolchen GOtt! Schon langer als vier Jahrhat der gnädige GOtt dir, lieber Bruder!in deinen kümmerlichen Kränklungen durch-geholfen; gelobet sey sein Name!

Wer weiß, wie bald dein, und auchmein Leidenskelch wird ausgetrunken seyn?Am frohen Ostertage der lieben süßen Ewig-keit wird der Heiland, was er dort von sei-nem Leiden sagte, auch mit Absicht auf unsereLeiden fragen : Mußte nicht Christus (undmußte nicht auch der H.) diese Dinge lei-den? Hab ich ihn nicht mäßen durch solcheWege bei mir behalten, klein, rein, undmeiner himmlischen Herrlichkeit fähig machen?Und wie so gern werden wir alsdann schwei-gen und sagen: Der HErr har alles wohlgemacht. Es stärke sich dann in dieser Er-wartung dein und auch mein Glaube untermKreuz! Unser Immanuel ist mir uns, undwir wollen ihm nahe und anklebend bleiben,damit wir nicht kleinmüthig werden, sonderndurch seinen Beistand leiden können nach sei-nem Wohlgefallen, und den Segen ererben.Amen JEsu! So geschehe es!

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