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Geistliche Briefe. .
Inzwischen können sie jetzt sehen, daß es DWahrheit sey, was ich so oft bezeuget, und Diihnen auch bei unserem ehemaligen Beisam-menseyn zu bedeuten suchte: Daß es nämlich Dlgefährlicher sey, als man denke, wenn man ^das Wesen des Glaubens in die ausgewickelte LVersicherung von der Vergebung der Sünden ^setze; denn dadurch geschieht es, daß man-che sanguinische, leicht großmürhige, verwe-gene Temperamente in ihren eigenen und an-derer Augen große Glaubenshelden sind; und ^imGegenrheil manches aufrichtige Gemüth sich ^tausend Nöthen, Aengsten, und vergeblichesMühe verursachet, und in guter Meynung "GOtt widerstrebet, wenn der HErr nicht gut ^7findet, ihr noch zur Zeit dergleichen Versiehe-Nrungen, oder andere Empfindlichkeiten zu ge-den, oder ihr solche wieder entziehet, dereige-^nen Anmaßung und Sicherheit wegen; oder,^' 'damit der Glaube, im Feuer der Anfechtungen,^der Leiden und Proben, durch Geduld bewährt^"gemacht werde, r Petr, i, 6. 9. Jac. 1,^Wie dann auch die fruchtbringende Reben ^manche Beschneidung und Reinigung nöthig ^ ßhaben. Joh. 15. Ob ich wohl sonst nicht Miläugne, daß wir uns selbst durch Zerstremm-gen, Abweichung und Untreue manche innere UNorh, Dürre, und Dunkelheit verursachen,^,der wir wohl hätten überhoben seyn können:aber auch hier ist demuthige Abbitte und Um "Äterwerfung unter (stiVrres züchtigende varers- " »1Hand die beßte Arznei. Hiob 7, io. Jerem.