l. Theil. 77ster Brief.
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zen an dero kläglichen Zustande Theil nehmen(wann ein Glied leider u. s. w.) denn, obich gleich diesen Zustand mit anderen Augenansche, als sie selbst; so weiß ich doch, wases sey, in solchen Finsternissen, Zweifel undUnruhe wie allein gelaßen zu sitzen; und darumwerde ich ja wohl nicht unterlaßen können,ihre Seele in meinem Gebeth zu fassen nach derGnade, die unser Hoherpriester wird darrei-chen. Seelen, die von der Gnade so tiefergriffen sind, als ich von ihnen glaube, diekehren selten auf eine beharrliche Weise wiederzur Welr; die von der Gnade aufgeweckte in-nere Empfindlichkeit und Geistesgeschmacklaßen schwerlich zu, daß sie es bei den Trä-bern können aushalten. Wann aber derglei-chen Gemächer sich vergehen, dann geschiehtes zur rechten Arznei, da sie sonst entwederohne Fortgang in ihren eingeschränkten Be-griffen, sinnlichen Uebungen, und guten Rüh-rungen Lebenslang umlaufen; oder aber (wel-ches am gefährlichsten) sich in mancherlei geist-liche Höhen versteigert, zu viel Gefallen an ih-nen selbst, zu großes Vertrauen auf sich selbst,zu viel Erwartung von sich selbst, von ihremLicht, Gaben, Arbeit, Projekten und Un-ternehmungen haben. Auf eine sehr schein-bare Weise behält die Seele ein solches Lebenin ihrer Hand. Du arbeitetest dich in derMenge deiner Wege, und sprachest nicht,ich laße es; sondern weil du findest ein Le-ben in deiner Hand, wirst du nicht müde.
Jcsi