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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
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Geistliche Briefe.

mancherlei Dinge begegnen, welche rechtePflaster auf eure Wunden sind. Nicht sageich solches aus einem unbarmherzigen Sinn.Ich habe großes Mitleiden mit euch in alleneuren Leiden, und wünsche euch öfters imVerborgenen GOttes Kraft und Segen darinzu: aber mtt eurem alten Menschen Hab ichkein Mitleiden, der muß sterben, und solcheskann nicht ohne Schmerz in der vorhergehen-den Kreuzigung geschehen. Fasset euch; beu-get euch; überlaßet euch der züchtigenden undzugleich helfenden Hand des HErrn; kehreteuch im Glauben fest und siäts ein, in dasElement der Liebe, das sich im Grund derSeele eröffnen wird, in dem Namen JEsu.In diese Retirade verkriechet und verschließeteuch, daß euch weder Lust noch Last da findenkönnen. Der HErr wolle euch selbst in allemWeisheit und Gnade mittheilen! Bethetfleißig, und im Mitleiden! Ich hoffe euchnoch einmal als rechte Brüder und Schwe-stern im HCrrn zu sehen. Sepd getrost undlangmüthig! Dem HErrn sind alle Dingemöglich.

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