iy8 Geistliche Briefe.
leiden, wie droben gesagt: aber da darf man ^sich zu keiner obgenannten Gutwilligkeit beque- ^men; vielmehr mag sie den Ekel, Thränen, ^Seufzen rc. merken, wie sie will, da liegtnichts an. ^
Viel weniger darf man, da die Gnadeeine Begierde zur Freiheit gegeben, sie auf ^ein oder andere Art in ihrer Unordnung thäl, rGlicher Weise zu erwecken suchen. Man darf, Msage ich, sich hierin nicht herunter laßen,wanns gleich begehret wird; man kann hierin lMheiliglich unwankelbar seyn; sie muß wissen, Wdaß man sich hierin mit ihr nicht vereinigen Mmüße.
Wenn man so zu Werk gehet, und auch Wdasjenige nicht vergisset, was ich hernach noch ^sagen werde; so glaub ich, wird man wohl ß«thun, und dem HErrn nicht mißfallen: was Mdann davon kommt, oder nicht kommt, muß «Wman alles im Glauben GOtt befehlen, der jMaller Herzen in seiner Hand hat, und nicht mHläßt zu Schanden werden, die auf ihn ver- Mtrauen. ckm
Was ich nun noch zu sagen habe, ist KPdieses: daß, wenn obiger Rath je zum Beß- Arten ausschlagen soll, so muß man sich im übri-gen ganzen Wandel und Umgang sehr sanft- chchmüthig, gehorsam, liebreich, und dienstfertig MHzu beweisen trachten. Gebet nicht der gering- lßchsien Widrigkeit gegen sie Platz; sie ist ge- !«i>Hwiß unlauter, und ihre Handelweise nimmervon GOtt. Sagen und beweisen, daß man