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Der 74ste Brief.
Nutzen der einfältigen Kinderliebe, bei den vieler» M
Meynungen.
»Will
Zn dem Heilande JEsu geliebte Schwe-ster!
sich.'
c^ch grüße dich herzlich wieder. Dein An-genehmes habe wohl erhalten, welches
mich veranlaßet, dich dem HErrn aufzu-opfern, daß er für dich, als sein Eigenthum,Sorge tragen, und dich gängeln und leitenwolle in seinem Wege, worauf die Einfäl-tigen am sichersten und ruhigsten wandlen.Liebes Herz! ich habe fast darüber lachenmäßen, daß du von so vielen Meynungenschreibest, und daß der eine rüfr: Hier istChristus; der andere da. Hast du Ver-stand von Meynungen, und Ohren, dasGeschrei herumschweifender Gemüther anzu-hören? Diese Plage hat GOtt nur den klu-gen Köpfen gegeben, die mögens ausmachen rseine Kindlein haben nichts damit zu schaf-fen. Deine Meynung ist ja, daß du ZE-sum, deinen Heiland und Geelenfreund,der dich ihm zum Eigenrhum erkaufethar, lieben mäßest von ganzem Herzen,zu aller Zeit, an allen (Dreen, und in al-len Werken. Bei der Meynung laß du
dich,
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