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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
194
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Der 74ste Brief.

Nutzen der einfältigen Kinderliebe, bei den vieler» M

Meynungen.

»Will

Zn dem Heilande JEsu geliebte Schwe-ster!

sich.'

c^ch grüße dich herzlich wieder. Dein An-genehmes habe wohl erhalten, welches

mich veranlaßet, dich dem HErrn aufzu-opfern, daß er für dich, als sein Eigenthum,Sorge tragen, und dich gängeln und leitenwolle in seinem Wege, worauf die Einfäl-tigen am sichersten und ruhigsten wandlen.Liebes Herz! ich habe fast darüber lachenmäßen, daß du von so vielen Meynungenschreibest, und daß der eine rüfr: Hier istChristus; der andere da. Hast du Ver-stand von Meynungen, und Ohren, dasGeschrei herumschweifender Gemüther anzu-hören? Diese Plage hat GOtt nur den klu-gen Köpfen gegeben, die mögens ausmachen rseine Kindlein haben nichts damit zu schaf-fen. Deine Meynung ist ja, daß du ZE-sum, deinen Heiland und Geelenfreund,der dich ihm zum Eigenrhum erkaufethar, lieben mäßest von ganzem Herzen,zu aller Zeit, an allen (Dreen, und in al-len Werken. Bei der Meynung laß du

dich,

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