Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
192
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Der 7Zste Brief. ^

eben wird mir dein Brieflein gereichet, M».'^ so mir angenehm ist. Ich lege es vor dem ii« VHErrn nieder, und schlage zur Antwort auf ÄAlden i8ten Psalm, und zwar den 36. und 37. MVers: wann du mich demürhtgest, ma-W!«>chest du mich groß; du machest unrer mir MeRaum zu geben, daß meine Rnöchel nicht Mgleiten. Ich habe, wie ich meyne, ein wah- ich,res Mitleiden mir dir im jetzigen Zustande; «ichdürfte dich;aber nicht da heraus bethen, wenn s«Ues gleich bei mir stünde. Du bist in der MHand eines solchen, der unendlich mehr Mit- dich,leiden hat, als ich. Laß ihn doch machen, «Wund verzage nicht; Er will dich demürbigen, ich, ,damit du in ihm, und er in dir auf ewig groß, A jisey. Du fühlest die Bitterkeiten des Weges,stehest aber nicht die Seligkeiten des Endes, ich,!wohin der Weg gehet; und so muß es jetztsepn. Nicht das Gesicht unsrer Demuth, «»Asondern das Gesicht und die Erfahrung vonunserem Elend und Nichts macht uns GOlt Mangenehm. Die willige und ruhige Erfah-

Trost und Unterricht an eine in dem Feuer der ^inwendigen Läuterung stehende Seele.

Liebes Kind!

rung hsi,