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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
174
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Geistliche Briefe.

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Je länger ich lebe, je mehr sehe und er-fahre es, daß niemand gut ist, dann der eini-ge GOtt. Was Er in uns ist, und was Eiin uns thut, das allein macht uns heilig undselig. Die Menschen sehen und achten, waräußerlich und grob ist, was einen Schein,har; ihr Urtheil aber ist selten nach der Wahr- Bheit, weil die wenigsten Werke in GOtt ge-Ärhan werden. GOtt hat zwar unendlichetze-Äduld mit uns in unserm vermischten Wesen: :ldennoch ist es ein grober Jrrthum, wannman noch irgendwo was Gutes stehet außerGOtt; man ist noch nicht in der Wahrheit.j»UWir mäßen GOtt Platz machen, oder besser M'gesagt, GOtt muß ihm selbst Platz machen Pin uns, denn unser Elend ist so groß, daß,wann wir an einem Ort uns selbst entweichen, iwir eben in diesem Stück uns selbst am andern M lOrte wieder finden. Wir sind durchaus Elend «s«und Eigenheit; es hilft kein Schmücken noch A«!aufschmücken; die ganze Mafia taugt nicht; Kwir mäßen aus uns selbst, durch GOtt, inGOtt eingeführet werden. Es ist niemandgut, dann der einige GOtt; und wer sich"wahrlich in ihn ersenket und verlieret, derwird durch lhn gut, wäre er auch sonst noch stböse.

Ach! daß alle arme Sünder dieses so nahe

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und in JEsu geöffnete Meer der unendlichenGutheit mit uns sähen! Wie würden sie sich

hineinsiürzen, und aller Schade geholfen wer-den. Es ist aber auch so; mancher muß noct

sich