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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
162
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Geistliche Briefe.

wirken wollte, so beginge sie eine Untreueisie entzöge sich in etwa den Wirkungen GLl-tes, und würde sein Werk nur aufhalten undverwirren. Es bestehet ja unser ganzes Werkin der Verläugnung der Kreatur und unsererselbst, und in der reinen Liebe GOttes. Nundieses alles, und noch vielmehr, thut eine innigeSeele (ein jeder nach seinem Maß) in der

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einzigen That der Einkehrung und stillen

Gcläßenheir vor GOtt; ob sie schon solchesnicht allezeit weiß oder denket, welches auchkeineswegs nörhig ist. Ihr Her; kehret sichaufrichtig ab, oder ist abgekehrt von allem Ge-schaffenen ; ihr Wille ersenket sich gelaßentlichin das unumschränkte Wohlgefallen GOtles;ihr Gcmürdsauge schauet in kindlicher Ein-falt nur auf GOtt, den es alleine mepmnwill; die ganze Liebe umfasset dieses innigst-gegenwärtige Gut als sein Ein und Alles; undso weiter.

Dieses alles, sage ich, wird ausgeübet,und noch weit ein mehreres, durch die eine kind-liche That der Einkebrung und stlllen Ge-laßenbeir ; ja diese That wird oft so gar geist-lich, einfältig, und so weit von den Sinnenund aller Selbstwirksamkeit entfernet, daß es

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keine Tkar mehr mag genannt werden, und

solches ist das Beßte. Weil aber dieses nurein Werk des Herzens und Gemürhs, undnicht so sehr des Kopfs, oder der Sinneist!so können wohl allerband zerstreuende Gedan-ken, Dunkelheiten, Versuchungen, ja manch-mal

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