t. Theil. 6zster Brief. i6r
^ Weniges antworten. Es ist nemlich mancher-lei Art 0er inwendigen Grille und Gelaßen-heic, sonderlich ist eine falsche und eine gure.Wenn ein ganz ungestorbener Mensch,M der noch mir Willen und wissen mit seinemHerzen und Liebe außer GOtt zur Sünde und, Kreatur gewandt stehet, dennoch aber die^ Hände in den Schooß leget, und alles gehenläßt, wie es geht, der stehet in einer falschenGelaßenheir: wenn er aber auch dabei sei-M ne Gedanken und verständlichen Theil mitMjr Gewalt sammlen und still halteil will,inMey-nung, als wenn er so fromm und innig wäre,M so stehet er in einer falschen Grille und Ledig-
rKkeit.
Wenn hingegen eine Seele mir ihrem in-^nerstcn und aufrichtigen Willen von allem,^was GOtt nicht ist, in Wahrheit abgewandta ß stehet, dabei aber kein Vermögen in sich fin-U det, um sich wirklich und völlig loszuma-chen und zu reinigen von allen Anklebungenjist und Wurzeln der Sünde und Eigenheit, dasie doch so herzlich gern, lieber heut als mor-!1,Zen, sich völlig geheiligt sehen wollte; zu wel-schem Ende sie sich auch GOtt und seinesvF Geistes Wirkungen ergeben hat, und densel-^ben gern still halten wollte, sollte es ihr auch^ manche Leiden von innen und von außen, kosten: eine also gesinnete Seele hat sichnicht zu fürchten vor falscher Stille und Gela-Mßenheit. Im Gegentheil, wo einesolcheSee-viel auf eine grobe und sinnliche WeiseErst. B.l. Th. L wir-