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Der 6zste Brief.
Unterscheid zwischen der wahren und falschen Stilleund Gclaßenheit.
Geliebter Freund und Bruder!
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o eben bekomme deinen Brief, und'
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aller Kürze so bald darauf antworten,weil es schon spat Abend ist, und ich morgenfrüh ausgehen will. '
Ich sehe aus deinen Schreiben deine äu-ßere Leibesschwachlichkeit, womit der HErrdich besucht hat; ich nehme mit Theil daran,und.vertraue dem HErrn, daß er dabei allenöthige Kraft und Segen auch darreichen wen ^de. Daß dein Geist dabei zufrieden ist, sol«'ches ist GOttes Gnade, und ganz gut. Un-fern innersten Willen mit GOtt und allen sei-nen Wegen über uns zu vereinigen, ist einleichtes Mittel zur unverrückten Gemüthsmhe, und wobei nimmer weniger Gefahr ist,als wenn GOttes Wege über uns dem Wil-len der Natur zuwider sind, und dieser Willeder Natur auch seine Unzufriedenheit fühlenläßt.
Die Zeiten des Leidens sind auch Zeiten,worinnen wir sollen geübt und probiret wer-t^den. Auf deine kleine Zweiflungen will was
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