146
Geistliche Briefe.
In Ansehung Eurer selbst innerlich.
Gehet durch die Gnade, zu dieser Zeitmehr als je zuvor, mit innigster Neigungdes Willens ein in den Sinn IEsu, dasist, in die Hochachtung und freiwillige Liebezur Armulh, zur Verachtung und zum Lei-den ; darin trachtet euch, sonderlich jetzt zuüben. Wann diese liebe Gesellinnen unsersHeilandes sich bei euch anmelden, um euchzu besuchen; ach! da gehet ihnen mit fröh-lichem Gesicht entgegen, und umarmet siegar herzlich. Ich will sagen, so oft euchdie gegenwärtige, oder andere verdrießlicheUmstände Vorkommen; so oft ihr daran ge-denken, davon reden, ober euch damit aus-halten mäßet: so oft trachtet aller Unruh,Verdruß und Traurigkeit des äußeren Men-schen unvermerkt zu entweichen, und in demLicht des Glaubens diese Dinge anzusehmund zu achten, so, wie sie JEsus selbst an-gesehen und geachtet hat, und wie sie auchin der Wahrheit sind, nämlich als schön,heilsam und liebenswürdig; und als solchetrachtet sie auch anzunehmen mit willigsterHerzensgeneigtheit, was auch immer die Na-tur und Vernunft dabei denken undmögen.
AN
Hnui
«sch
Mr
Endlich, so trachtet durch göttlichen GM
denzug bisweilen alle Verdrießlichkeiten, und
euch selbst zugleich, zu vergessen, um einzu-gehen in die Freude des HErrn. Ach GOtt!
welche
Rh