ns Geistliche Briefe.
lichen und gefährlichen Weltwüste; und eshar mich auch manchmal recht erfreuet, wannich gehöret, wie dich der liebe Vater mit demKreuz beschenket; nicht, als wenn ich deineLeiden und Schmerzen suchte, sondern weil ichdes Vaters Wort glaube, wann er spricht:D>e ich lieb habe, die züchtige ich. (Offenb.z, 19.) Das, denke ich, wirst du auch wohlnimmer anderst vom lieben Vater, als in derLiebe, ausgenommen haben. Es erfodertsalso die unumgängliche Nothwendigkeit, daßwir auf alle Weise mir leiden , wann wirwollen mir verherrlicht werden.
Der böse Grund der Verderbniß mußdurchs Kreuz in uns entdecket und zerstöretwerden. Unvermerkt will die Natur undSinnlichkeit irgendwo ruhen, oder ihre Nah-rung suchen in Dingen, die doch vergehen;da muß derHErr den zärtlichen Sinn aus denfalschen Ruhestätten fortsioßen; und da nimmters uns manchmal, so zu reden, vor demMunde weg, worin wir uns ergötzen wollenarißer ihm, damit wirs doch endlich allein inibm suchen und finden lernen, was uns dieseoder jene leidige Tröster unter gutem Scheinfälschlich versprechen wollen. Es ist nur Be-trug und Aufenthalt mit allem, was unfernSinnen und Gemüth vom Puppenkram derEitelkeit vorgebildet wird. Wer weiß, wienahe der Abend unsers Lebens vor der Thürist? und wir sind noch so weit von unserm lie-ben Vater und Vaterland! Drum ists ja!
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