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Geistliche Briefe.
gehet. Unsere Mitreisende in H. habe ich wieim Vorübergehen gesehen und gegrüßet: esist mir aber, als obs ein Traum gewesen; ihrAnsehen ist schon wieder hin, obschott ihr An-denken im Segen bleibet. Jetzt sehe undgrüße ich durch GOttes gütige Vorsehung diePilger dieser Orten einmal wieder; aber auchnur wie im Vorbeigeben, bald werden siemich, oder ich sie, nach dem Leibe nicht mehrsehen.
Die äußere Erquickung der Frommen isteine Erquickung, die GO re gibt, aber einezufällige und veränderliche Erquickung, dienur zu schätzen ist um ihres Ziels willen, daßwir nämlich so viel munterer zu GOtt selbstgehen in unsere Herzen, wo er uns wesentlichund in höchster Vollkommenheit von nun an,und ohne Abnahm alles das seyn und bleibenwill, was uns je der beßte Freund und dasliebste Kind GOttes werden kann. Was willes, geliebte Freundin» l anders sagen, daßeuchGOtt also die eineReisgefährtinn nach der an-dern wegnimmt? Als eben das, was er durchden Propheten sagt: Ich will sie in die Ein-samkeit locken, und freundlich zu ihremHerzen reden. O wie so einsam und abge-schieden muß man auf alle Weise seyn, wannGOttes vertrauliche Freundschaft im Geist sollerfahren werden! Die beßte Freunde könnendiese Freundschaft bisweilen verhindern. GOttmuß ganz allein und frei mit uns reden kön-nen, und er hat uns noch große Geheimnisse
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