Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
108
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Mcistliche Briefe.

nung ganz setzen mögest auf die Überschwang«liche Gnade, die uns armen Sündern inIEsu angeboten wird. Gelobet sey der treueHirre der Seelen, der dich als ein verlornesSchaflein in der Wüste dieser Welt gesuchetund gefunden bat! Er trage dich nun heimauf seinen Achseln, und erquicke dich ewiglichauf dem Berge Zion!

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Gelobet sey sein holdseliger IEsusname,in welchem dir eine völlige und ewige Versöh-nung aller deiner Sünden aus purer Gnadegeschenket ist, und ein freimüthiger Zugangzu GOtt im kindlichen Geiste. In diesemNamen IEsu müße alles Begehren deinesHerzens und alle deine Athemzüge als einangenehmes Rauchwerk zu GOtt aufgehen,so lang sich dein Herz beweget; und in diesemNamen IEsu mäßest du ewiglich deine Kniebeugen mit freudiger Danksagung! Gelobetsey die ewige Liebe, der Ursprung alles Guten,die dein Herz bewogen zur Uebergabe an sie!Gelobet sey er für alles Gute, so er je möchtein dir gewirket haben, für alle gute Gedan-ken, gute Begierden, gute Worte, gute Ver-richtungen; für alle Thaten der Anbethung,des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe undder Aufopferung an ihn! Es sey alle Gebrech-lichkeit ausgesöhnet, das Gute ihm wieder gege-ben, und nochmals und auf ewig befestiget,wiederholet und unterschrieben mit einem herz-lichen Amen, dabei soll es bleiben!

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