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Geistliche Briefe.
fremde Weide geben laßen, welches bisweilenrvrllr;»ttch bei den Beßren geschehen kann;aber solches kommt dann sehr unvermerkt.Vrel schädlicher sind die geheime Anklebun-gen an Dingen außer G-Ott; wenn dasHerz durch eine unordentliche Liebe und Lustsich ziehen und halten laßt von etwas Geschaf-fenem. Wenn ein Gemüth eine solche Ankle-bung an sich kennet, und ihr innerer Willeziehet oder sehnet sich gründlich davon ab;so ist es ein Leiden, und schadet eben so vielnicht.
Noch eine Ursache, welche mir oft tau-send Beklemmungen, Dunkelheiten, undzerstreute Gedanken verursachet, kann ich nichtungemeldet laßen. Vielleicht überfällt dichdiese Krankheit auch wohl. Diese Ursacheist: wenn man sich der äußeren Dinge, diewir entweder selber zu thun haben, oder diesonst von anderen gethan oder gesprochenwerden, oder die uns sonst begegnen, zustark annimmt ; es sey nun, daß es wasWidriges, oder etwas Angenehmes ist, bei-des ist schädlich, wenn wir es zu tief ein-nehmen; denn cs werden dadurch mancheBilder ins Gemüth eingedrückt, welche alleStille und Heiterkeit bedecken und beneblen,und ein Same sind von tausenderlei Zer-streuungen, nachdem sie etwa tiefe Wurzel»gefaßt haben, oder nicht.
GOtt und sein Wille sollte uns billigallein tief zu Herzen geben. Solche Dinge
nun
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