!. Theil. Laster Brief. 6r
E Der widerspenstige Wille, der sich ans dieA subtilste Weise noch lange wehret und sträubet,muß endlich, o seliges Endlich! mit Christ»W am Kreuz das Haupt neigen, und in den TodM sinken; woraus dann ein sanftes, ruhigesAv und reines Leben gebohren wird, wovon ich»ch< aus Erfahrung nichts zu sagen weiß.
, ^ Nun sollte ich zwar auch billig kürzlich>ch sagen, auf welche Weise sich dann eineSeele ihrerseits in den Leiden wohl verkalkenW soll: allein nach den verschiedenen UmständenW und Arten der Leiden wären auch wohl dieseli U Erinnerungen einzurichten ; denn bisweilen sinddie Leiden so beschaffen, daß man schwerlich!; w viel Regeln geben oder ausüben kann, son-e mi dern es ist viel, wenn man leiden kann. Diese2?>i! nachfolgende scheinen mir in allerhand innerenchlN Leiden und Dürre dienlich zu seyn. i. Mußchch eine solche Seele durch eigene AnstrengungenW und Gewalt sich nicht selbst wollen helfen; we->W der durch allerhand Veränderungen in ihren„O inneren oder äußeren Uebungen, noch durch„sG leibliche Strengigkeiten, Kopfbrechen, For-sehen, Meditiren, oder vielem Lesen: durchwelche Dinge man sich nur selber hindert, und.Du' Geistund Natur in desto größere Dunkelheitund Verdrießlichkeit setzet. 2. Sonderlich keineM Bücher lesen, die viel Nachsinnen des Ver-siandes erfodern, wie gut sie auch sonst seynD mögen, sondern solche Bücher, die das Her;D«»! nähren und stärken können, ohne viel BildenWill! in Kopf zu bringen; doch auch nicht zu vielAl ' auf