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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
62
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62 Geistliche Briefe.

aufeinmal, sondern mäßiglich, einfältig undsanfte. 9. Nicht müde werden, wenn esschon lange währet, sondern in möglichsterStille aushalten, bis die Stunde des HErrnkommt: und da es fast scheinet, daß sie nichtsum seinetwillen rhmi könne, daß sie dennochum seinetwillen etwas trachte zu leiden. 4. Soviel möglich sich inwendig abgeschieden zu hal-ten, und ohne Noth und mir willen nichtzu viel in die Sinne auszukehren , oder garLust und Leben in der Kreatur zu suchen, dassie in GOtt nicht finden kann. s. Ihre ge-wöhnliche Zeiten zum inwendigen Gebeth undAbsonderung zu behalten, ob es ihr schonetwas verdrießlich wäre, und sie gar meynte,daß es mit ihr zur Zeit des Gebeths schlimmerals sonst wäre. 6. Den inneren Willen desGemüths, und die widerwärtige Regungender Natur und des Feindes wohl zu unter-scheiden, und mit jenem in allen Versuchun-gen, Reizungen und Leiden sich sänftiglich undstille von allem Bösen abneigen in GOtt, soviel sie kann, und es trachten zu vergessen undansehen als etwas, das sie nicht angehet.7. Sich selbst und ihren Stand nicht zu vielzu besehen, sondern GOtt allein, und sich mitihm im Glauben herzlich zu beschäfftigen; sichselbst aber, Leib, Seel und Geist ihm, demgetreuen Schöpfer anbefehlend und überlastend,auf Zeit und Ewigkeit: und dieses alles in derVereinigung mit dem leidenden HEsu.

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