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Geistliche Briefe.
wenig oder viel, in die Kreatur einführet, dersündiget, und wird Schaden leiden.
Es kommt also erstlich darauf an, daß duin dieser Sache deinen Willen G-Ott gründ-lich übergiebest, und ihm allein die Wahlüberläßest, und demnach denselben unpar-theiisch und oftmals bittest und bitten läßest,dich nach seinem Wohlgefallen hierin zu len-ken und zu führen, damit du in allem ihmgefallen mögest; und sodann weiter mit stil-lem Gemüth in GOtres Gegenwart erwä-gest und untersuchest, was dir nach Seelund Leib etwa am beßten und nützlichsten zuthun sey. Und, nachdem du dieses ein undandermal gethan hast, so mache im Na-men Gottes, und mit dem einzigen Zweck,um ihm zu gefallen, bei dir selbst allein ei-nen Schluß darin, was du thun oderlaßen wollest; maßen es dein Gemüth schonlang genug beunruhiget hat. Kommt es dirdann so vor, daß es GOtr nicht gefällig,und dir nicht dienlich oder nützlich sey, sosage es dem bewußten Br. rund aus ab,und schlag es ganz aus dem Sinn: kommtes dir hingegen so vor, daß es GOtt gefäl-lig, und dir nach Seel und Leib dienlich odernöthig sey, so schweige still, und stelle esvorhin, und zwar je eher je besser, deinenAeltern vor, und vernimm, was dieselbedazu sagen; denn, wo sie durchaus nichtdarein willigen wollten, so hast du auch nachgöttlichen und menschlichen Gesetzen so lang
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