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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
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Geistliche Briefe.

der Höhe, daß derselbe in mir fortfetze undvollends ausführe, sein in mir Unwürdigenangesangcnes Werk der Erlösung und Reim,gung von aller Sünde; und eben dieses hoffeund glaube ich, werde deine Uebung auch nochseyn.

Derjenige, welchen GOtt auf diese seligeSpur der inneren Sammlung, Zukehr undWartung vor so vielen anderen erweckten See-len in Wahrheit gewiesen hat, der ist verpflich-tet solche große Gnade vor Gott zu erken-nen, und Ihm in Demurh dafür zu danken;ja über seine sonderbare Güte und Geneigtheitgegen eine solche verderbte Kreatur sich höch-lich zu verwunderen. Dieß wird ohne Zweifelein kindliches Zutrauen zu diesem unserm Lie-bes--GOtt in deiner Seele erwecken. Ihnnicht mehr anzusehen als einen fremden undunfreundlichen GOrt, sondern als deinenGOtt, der ein genaues und geneigtes Augeaufdichhat, dirzuhelfcn; ja auch schon Handans Werk geschlagen hat, solches wirklichauszuführen, und der demnach auch, wo dudich nur seiner leitenden und läuterenden Handgelaßentlich und unbekümmert überläßest, end-lich sein Werk vollends in dir ausführen wer-de, zu seinem ewigen Rukm.

Trachte deßwegeu stäts einen zwar ehrer-bietigen, doch auch vertraulich liebreichen Ein-druck von diesem so innig nahen Liebes-GOttzu behalten, wenn du auch schon inwendigtrostlos, dürre, unempfindlich oder selbst an-

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