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I. Theil. zier Brief.
^tzefochtenseynmögtest: denn GOtt istLiebe,M>i!und GOtt bleibet unverändert, ewiglich Lie-^be; wir mögens empfinden und fühlen oderk^mcht, so bleibet Er doch eben derselbe. DieHiüSünde zwar liebet er nicht, aber die liebestvu auch nicht mehr, durch seine Gnade.
Itst Dieses schreibe ich deßwegen, weil ich dein§kiic iedersinkendes Naturell ein wenig kenne, wel-E«g)es leicht zur Muthlofiigkeit, Traurigkeit,^Beängstigung und Bekümmerniß geneigt ist;eilcund dazu kommt denn auch deine gewöhnlicheMeibesschwachheit, wie auch GOttes gü-Gtige Kreuzeswege inwendig, und so kommtftkidas eine zu dem andern, und machet deinerDiSeelen Grund und Glaubensauge dürr,Munkel und trübe; und ist derhalben höchstnö-Athig und Gott gefällig, daß du dich selbst inniAhm ein wenig aufrichtest und aufrichten»laßest, mit gelaßenem, kindlichen , undsinnig getrostem Glaubenseinsinken, ja Ver-lieren in dieses unergründliche, gegenwärtigeMiebeswesen. Ich sage gelaßen, damit du^möchtest verwahret bleiben, vor aller heimli-^chen Unzufriedenhest, subtilen Eigenwillen,^Triftigkeit, oder gewaltsamen Anstrengung,^deiner Gedanken und eigenen Kräften; ich sa-ge kindlich, damit du in der Zukehr und Um-^gang mit GOtt zumal einfältig, unbeküm-^ßmert, vertraulich und ohne viel Scrupuliren zu^Werk gebest; ich sage auch noch innig <ge-^ rrost , damit dich der Feind nicht durch Nieder-es Sesunkenbeit, Verdruß und dergleichen verun-H ruhige,