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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
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Geistliche Briefe.

Einkehren dringen u. s. w. Und dlL. ebendaher kommt es, daß sie alles in der Naturund in der Schrift so innerlich, oder, wie manspricht, mystisch deuten und verstehen, welchesdie Vernunft, die nur ein bildliches Gesichthat, nicht ertragen kann; sie schauet das Bildim Spiegel an, das wäre so und so gestaltet;das bätte diese und jene Flecken u.s.w. Sagtnun ein erleuchtetes Auge zu ihr, daß diesesBild seine Absicht auf einen anderen Körper,das ist, auf sie selbst habe; man solle nur,anfangen, die Flecken in und an sich selbst zu!erkennen, und weg zu schaffen, so werde jenesBild von sich selbst schon wieder rein werden;so stößt sich diese Närrinn daran, als an einerfremden und dunklen Lehre.

Der HErr führe uns recht zu uns selbst,und eröffne uns die Augen des Gemüths, unsselbst recht zu erkennen, woraus gewiß diewahre Erkänntniß GOttes und aller Gottse-ligkeit von selbst fließen wird. Wir sind gründ-licher verdorben, als wir glauben können.Unser Wille, Begierde, Gedanken, Verstandu.s.w. sind nicht nur verdorben, wenn sie sichauf böse Vorwürfe wenden, sondern sie sindauch in sich verdorben, wenn sie gleich aufgute Vorwürfe gehen; Dieß sind die geistlicheArgheiten in himmlischen Dingen. Eph. 6 ,12.Daher mäßen wir als ohne Willen, ohne Be-gierde u.s.w. in uns selbst vor dem HErrn,bleiben, damit der HErr durch die reine Be-wegungen seiner Gnade uns belebe und be-wirke.

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