Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
11
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II

I.THeil. 2ter Brief.

auf diesem Trauergang, und leget uns die. r Eigenschaften seines Reichs, und die Wegezu dessen Aufrichtung in uns mit einemanderen Ton aus: Mußte nicht Christussolches leiden, und also in seine ^errlichkeireingehen u.s.w.? Wie wir nun Christi Reich^ oft gar zu sehr außer uns suchen, ob es gleichBk die Seele eben so nicht weiß; so machen wirHk!« es auch mit des Teufels Reich, mit Babel,M mit der Hure und dem falschen Propheten.M Denn obzwar, wie leider bekannt, dieses letz-tlich tere auch außer uns in anderen ist; wie denndl,! auch das crsiere zu seiner Zeit außer uns zu« erwarten stehet; so hat doch derTaufendkünst-M ler seine Absicht dabei, nämlich das Gemüthaußer sich selbst, und also auch von GOttW abzuhalten; wodurch man denn auch an derW gründlichen Erkänntniß GOttes und seinerM ftlbst blinder bleibt, als man denken sollte,kw Eben in uns sind ganze Welten zu finden; inms unserm Grund ist das Geheimniß der Bosheit,und das Geheimniß der Gottseligkeit, die Tie-^ fen des Satans und die Tiefen der Gottheit, c» zu entdecken, durch den Geist.

H Was von beiden T heilen in der äußerenjx Welt und vor den Sinnen erscheinet, ist nur^ ein Gewächs oder Zweig aus diesem Baum,ein Bild, Abdruck oder Kopie, von deminneren Original. Alles außer uns ist, undmuß uns ein Spiegel seyn von dem, was^ innerlich zu finden. Daher kommt es, daß,'b 'erleuchtete Seelen so sehr aufs Stilleseyn und