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Geistliche Briefe.
ich freue mich darin, und lobe den HErrn da-für. Und so mach ichs, oder begehre ichs zumachen, sonderlich in Ansehung unsers ersige-bohrenen Bruders JEsu Christi. Siehe, lie-ber Bruder! so kommt es, daß ich bisweilenmeyne etwas zu seyn, da ich doch nichts bin;wie sich etwa ein Armer freuen möchte über denRcichthum seiner Nachbarn: nichts desto we-niger dünkt mir, diese Uebung gefalle demHErrn, und sei- auch mir nicht ungesegnet.
Doch ich sollte wohl auf eine ganz andereMaterie gerathen, als wovon dein Briefleinetwas meldet. Demnach ist es gar recht, lie-ber Bruder! daß wir, wie du sagst, dasjeni-ge, was andere jetzt noch auf ein äußeres Ba-bel deuten, und auch von der Hure, und demThier u.s. w. alles in uns selbst finden mögen.Es kommt uns albern vor, wann wir lesen,daß Christi Jünger ihre schwache, ja irrige Ge-danken von Christi Reich, so schwerlich konn-ten fahren laßen: indessen machen die heutigeJünger es mehrentheils eben also. Wie vielesollte man der klagenden Emahusgänger nichtfinden, die so viel geredet, geschrieben, gehö-ret und gehoftet haben, daß der Heiland demIsrael in diesen letzten Tagen das Reich auf-richten sollte, und wohl schon zum vorausHosianna gerufen haben, und gehen nun trau-rig und muthlos spatziren, weil sie Leidenanstatt der Freuden gefunden. Allein bleibetrbr und unser Herz nur rechtschaffen vor demHErrn, so begegnet Er uns unbekannter Weise. auf
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