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Geistliche Briefe.
Ihm euer Anliegen vorzutragen, sondern ins-besondere euer etwa verstreutes Herz und Ge-danken, mehr als sonst, zu sammlen, GQttund seine Gegenwart, oder einige seiner Voll-kommenheiten zu beschauen; euer Innerstesvor Ihm bloß zu legen, und in möglichsterStille zu warten, was Er innerlich wirken,oder eindrücken wolle. Alles aber in Einfalt,Demuth, sanfte und mehr mit dem Herzen,als mit dem Haupt, Massen es mehr ein Werkdes Geistes GOttes, als unsers eigenen seynmuß. Dieß kommt zwar der Natur im An-fang was verdrießlich und schwer vor, wirdaber im Fortgang leicht, und endlich das rech-te Leben und Element der Seele, das sie trö-stet in aller Arbeit, Leiden und Mühseligkei-ten dieses Lebens, und sie schon bei Leibes-leben in das himmlische Wesen versetzet, undihr einen Frieden mittheilet, der allen Ver-stand übertristt, und den niemand von ihr neh-men kann. Der große GOtt der Liebe gebees euch, mir und vielen tausenden wesentlich-verfahren, Amen!
KV 6'
US
Dieses ist cs, geliebteFreundinn! wasmir-er HErr jetzt gegeben hat, euch zu schrei-en. Ich traue dem HErrn, daß er einigenSegen und Nachdruck dazu geben werde.Ich grüße alle, die den HErrn daselbst fürch-ten; keinen ausgenommen.
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