7
I.THeil. itcr Brief.
A Damit ihr aber meinen Sinn besser fassenIG- mögec; so will ich mich erwas einfältiger, dochAj mit wenig Worten, ausdrücken, was ich hierM« durch das Geberl) verstehe, welches JEsus,Mc unser Vorgänger, samt allen seinen wahren>i>Ä! Nachfolgern, so sehr geliebet und geübet ha-ll Kt ben. Insgemein verliehe ich allhier dadurchEK den fümilrären Umgang mir GDrr; da«r wir GOtt als allgegenwärtig, und auch son-ach! derlich in uns gegenwärtig glauben und er-UU kennen, und an Ihn, als Zeinen solchen oft,mg k und wo es möglich immerdar, mit EhrfurchtM und Liebe gedenken; Ihn mit innigster Veu-gung des Geistes anbethen, verherrlichen, unsNw Ihm in Wahrheit zum ewigen EigenthumM aufopfern, uns mit Liebe innig zu Ihm neigen,'M und mit Ihm, als unferm Herzensfreund,-§ Ä Gespräche halten; welches der Glaube und diejM Liebe lehret. Um sich nun etwa mehr ins be-sondere in diesem Gebet!) zu üben, dazu ist,„sM nach meiner Einsicht, nöthig: dasi man nichtM allein sich wieder sammle, so oft man gewahrM wird, daß man durch äußere Vorwürfe undGeschäffte zu weit von GOtt und seinem An-^ denken entfernet ist; sondern ich würde euchauch, geliebte Freundin«! anratben, wo as im-'M mer möglich, selbst eine gewisse erpresse Zeitdazu auszusetzen, wären es auch nur ein paar^ halbe oder Viertelsiündgen alle Tage, da7^ ihr alle äußerliche Verrichtungen und Ueber-? » legungen so lang bessert setzet, um euch in derEinsamkeit vor GOtt zu stellen; nicht allein,< ' A4 Ihm