Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
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241
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2 -^

IZ.

Mauern seh' ich gestürzt, und Mauern seh' ich errichtet,Hier Gefangene, dort auch der Gefangenen viel.

Ist vielleicht nur die Welt ein großer Kerker? und frey ist fWohl der Tolle, der sich Ketten zu Kränzen erkiest.

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Laß mich ruhe», ich schlafe.Ich aber wache." MitNichten!

Träumst du?" Ich werde geliebt!Freilich, duredest im Traum."

Wachender, sage, was hast du?Da sieh nur alle dieSchätze!"

Sehen soll ich? Ein Schütz, wird er mit Augen gesehn?

§

Schlüssel liegen im Buche zerstreut, das Räthsel zu lösen;

Denn der prophetische Geist ruft den Verständigen an.Jene nenn' ich die Klügsten, die leicht sich vom Tage be-lehren

Lassen; es bringt wohl der Tag Räthsel und Lösung zu-gleich.

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Auch Vergangenes zeigt euch Vakis; denn selbst das VergangneRuht, verblendete Welt, oft als ein Räthsel vor dir.

Wer das Vergangene kennte, der wüßte das Künftige;Beides

Schließt an heute sich rein, an ein Vollendetes, an.

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Thnn die Himmel sich auf und regnen, so träufelt das Wasserlieber Felsen und Gras, Mauern und Bäume zugleich.

Kehret die Sonne zurück, so verdampfet vom Steine dieWohlthat;

Nur das Lebendige hält Gabe der Göttlichen fest.

Goeibe's Gedichte. 21 /