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1 (1815)
Entstehung
Seite
234
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Aber nun ist nicht Sommer noch Winter, seit mich BeglücktenAmors Fittig bedeckt, ewiger Frühling umschwebt.

Y2.

Sage, wie lebst du? Ich lebe! und wären hundert und hundertJahre dem Menschen gegönnt, wünscht' ich mir morgen,wie heut.

YZ.

Götter, wie soll sch euch danken! Ihr habt mir Alles gegeben,Was der Mensch sich erfleht; nur in der Regel fast nichts-

94 -

In der Dämmrung des Morgens den höchsten Gipfel erklimmen.Frühe den Boten des Tags grüßen, dich, freundlichen Stern!Ungeduldig die Blicke der Himmelsfürstinn erwarten,

Wonne des Jünglings, wie oft locktest du Nachts mich heraus!Nun erscheint ihr mir, Boten des Tags, ihr himmlischen AugenMeiner Geliebten, und stets kommt mir die Sonne zu früh-

YZ.

Du erstaunest, und zeigstmir das Meer; es scheinet zu brennen.

Wie bewegt sich die Fluth flammend um's nächtliche Schiss!Mich verwundert es nicht- das Meer gebar Aphroditen,

Und entsprang nicht aus ihr uns eine Flamme, der Sohn?

Y6.

Glänzen sab ich das Meer, und blinke» die liebliche Welle;

Frisch mit günstigem Wind zogen die Segel dahin.

Keine Sehnsucht fühlte mein Herz; es wendete rückwärts,NachdemSchneedes Gebirgs, baldsichderschmachtendeBIick.Südwärts liegen der Schätze, wieviel! Doch einer im NordenZieht, ein großer Magnet, unwiderstehlich zurück.

Y7-

Ach! mein Mädchen verreist! Sie steigt zu Schiffe! Mein

König,

Aevlns! mächtiger Fürst! halte die Stürme zurück!