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1 (1815)
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Doch was priesest du Ihn, den Thaten und Werke ver-künden?

Und bestochen erschien deine Verehrung vielleicht:

Denn mir hat er gegeben, was Große selten gewähren,

Neigung, Muße, Vertraun, Felder und Garten und Haus.

Niemand braucht' ich zu danken als ihm, und Manches be-durft' ich,

Der ich mich aus den Erwerb schlecht, als ein Dichter,verstand.

Hat mich Europa gelobt, was hat mir Europa gegeben?

Nichts! Ich habe, wie schwer! meine Gedichte bezahlt.

Deutschland ahmte mich nach, und Frankreich mochte mich

lesen.

England! freundlich empfingst du den zerrütteten Gast.

Doch was fördert es mich, daß auch sogar der Chinese

Mahlet, mit ängstlicher Hand, Werthern und Lotten aufGlas?

Niemals srug ein Kaiser nach mir, es hat sich kein König

Um mich bekümmert, und Cr war mir August und Mäzen.

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Eines Menschen Leben, was ist's? Doch Tausende könnenReden über den Mann, was er und wie er's gethan.Weniger ist ein Gedicht; doch können es Tausend genießen,Tausende tadeln. Mein Freund, lebe nur, dichte nur fort!

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Müde war ich geworden, nur immer Gemählde zu sehen.Herrliche Schätze-der Kunst, wie sie Venedig bewahrt.Denn auch dieser Genuß verlangt Erholung und Muße;

Nach lebendigem Reiz suchte mein schmachtender Blich.Gauklerinn! da ersah ich in dir zu den Bübchen das

Urbild,

Wie sie Johannes Bellin reizend mit Flügeln gemahlt,

Wie sie Paul Veronese mit Bechern dem Bräutigam sendet,Dessen Gäste, getäuscht, Wasser genießen für Wein.