Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
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218
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Will ich ihnen entgehn, so fasstmich der Meister der Posten,Postillone sind Herrn, dann die Dogane dazu!

Ich verstehe dich nicht! du widersprichst dir! du schienestParadiesisch zu ruhn, ganz, wie Rinaldo, beglückt."

Ach! ich verstehe mich wohl: es ist mein Körper aus Reisen,Und es ruhet mein Geist stets der Geliebten im Schoß.

4 -

Das ist Italien, das ich verließ. Noch stäuben die Wege,Noch ist der Fremde geprellt, stell' er sich, wie er auch will.Deutsche Redlichkeit suchst du in allen Winkeln vergebens;

Leben und Weben ist hier, aber nicht Ordnung und Zucht;Jeder sorgt nur für sich, mißtraut dem Andern, ist eitel.

Und die Meister des Staats sorgen nur wieder für sich.Schon ist das Land; doch, ach! Faustinen find' ich nicht wieder.Das ist Italien nicht mehr, das ich mit Schmerzen verließ.

In der Gondel lag ich gestreckt und fuhr durch die Schiffe,

Die in dem großen Kanal, viele befrachtete, stehn.Mancherlep Waare findest du da für manches Bedürfniß,Weizen, Wein und Gemüs, Scheite, wie leichtes Gesträuch.Pfeilschnell drangen wir durch; da traf ein verlorener LcrberDerb mir die Wangen. Ich rief: Daphne, verletzest dumich?

Lohn erwartet' ich eher! Die Nymphe lispelte lächelnd:Dichter sünd'gen nicht schwer. Leicht ist die Strafe. Nnrzu!

6 .

Seh' ich den Pilgrim, so kann ich mich nie der Thränen

enthalten.

O, wie beseliget uns Menschen ein falscher Begriff!

Line Liebe hatt' ich, sie war mir lieber als Alles!

Aber ich Hab' sie nicht mehr! Schweig', und ertrag' denVerlust!