Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
211
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Drängte das horchende Volk sich um den zerlumpten Rhapsoden.Einst, so sprach er, verschlug mich der Sturm ans Ufer der

Insel,

Die Utopien heißt. Ich weiß nicht, ob sie ein AndrerDieser Gesellschaft jemals betrat; sie lieget im MeereLinks von Herkules Säulen. Ich ward gar freundlich empfangen;In ein Gasthaus führte man mich, woselbst ich das besteEssen und Trinken fand und weiches Lager und Pflege.

So verstrich ein Monat geschwind. Ich hatte des KummersVöllig vergessen und jeglicher Noth; da fing sich im StillenAber die Sorge nun an: wie wird die Zeche dir leiderNach der Mahlzeit bekommen? Denn nichts enthielte der

Scckel.

Reiche mir weniger! bat ich den Wirkh; erbrachte nur immerDesto mehr. Da wuchs mir die Angst, ich konnte nickt längerEssen und sorgen, und sagte zuletzt: Ich bitte, die ZecheBillig zu machen, Herr Wirth! Er aber mit finsterem AugeSah von der Seite mich an, ergriff den Knittel und schwenkteUnbarmherzig ihn über mick her und traf mir die Schultern,Traf den Kopf und hätte bepnah mich zu Tode geschlagen.Eilend lies ich davon und suchte den Richter; man holteGleich den Wirth, der ruhig erschien und bedächtig versetzte:

Also müff' es Allen ergehn, die das heilige GastrechtUnsrer Insel verletzen und, unanständig und gottlos,

Zeche verlangen vom Manne, der sic doch höflich bewirthet.Sollt' ich solche Beleidigung dulden im eigenenHause?

Nein! es hättefürwahr stattmeines Herzens ein Schwamm nurMir im Busen gewohnt, wofern ich dergleichen gelitten.

Darauf sagte der Richter zu mir: Vergesset die Schläge,Denn ihr habt die Strafe verdient, ja schärfere Schmerzen;Aber wollt ihr bleiben und mitbewohncn die Insel,

Müsset ihr euch erst würdig beweisen und tüchtig zum

Bürger.

Ach! versetzt' ich, mein Herr, ich habe leider mich niemals