Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
193
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Welch ein Getümmel ward und ein Aufstand! Purpurn das

Blut lief,

Mit dem Weine vermischt, gräulich dem Gegner vomHaupt.

Er.

Dich nur sah' ich, nur dich am Boden knieend, verdrießlich;Mit der einen Hand hieltst das Gewand du hinauf.

Sie.

Ach da flogen die Teller nach dir! Ich sorgte, den edel»Fremdling träfe der Wurf kreisend geschlungnen Metalls.

Er.

Und doch sah ich nur dich, wie rasch mit der anderen Hand duKörbchen, Blumen und Kranz sammeltest unter demStuhl.

Sie.

Schützend tratest du vor, daß nicht mich verletzte der Zufall,Oder der zornige Wirth, weil ich das Mahl ihm gestört.

E r.

Ja, ich erinn're mich noch; ich nahm den Teppich, wie einer,Der auf dem linken Arm gegen den Stier ihn bewegt.

Sie.

Ruhe gebot der Wirth und sinnige Freunde. Da schlüpft' ifl»Sachte hinaus; nach dir wendet' ich immer den Blick.

Er.

Ach, du warst mir verschwunden! Vergebens sucht'ich in allenWinkeln des Hauses herum, so wie aufStraßen und Markt.Sie.

Schamhaft blieb ich verborgen. Das unbescholtene Mäd-chen,

Sonst von den Bürgern geliebt, war nun das Mährchendes Tags.

Er.

Blumen sah ich genug und Sträuße, Kränze die Menge;

Aber du fehltest mir, aber du fehltest der Stadt.

lkoetbe's Gedichte. 1 7