IY2
Sie.
Hat dir doch kein Strauß, kein Kranz des Tages gefehlet,Seit dem ersten, der dich mir so von Herzet! verband.
Er.
Ja, noch hängt er zu Hause, der erste Kranz, in der
Kammer,
Welchen du mir, den Schmaus lieblich umwandelnd, ge-reicht.^^
Sie.
Da ich den Becher dir kränzte, die Rosenknospe hineinfiel.Und du trankest, und riefst: Mädchen, die Blumen sindGift!
Er.
Und dagegen du sagtest: sie sind voll Honig, die Blumen;
Aber die Biene nur findet die Süßigkeit aus.
Sie.
Und der rohe Timanth ergriff mi», und sagte: die HummelnForschen des herrlichen Kelchs süße Geheimnisse wohl?
Er.
Und du wandtest dich weg, und wolltest fliehen; es stürzten,Vor dem täppischen Mann, Körbchen und Blumen hinab.Sie.
Und du riefst ihm gebietend: das Mädchen laß nur! die
Sträuße,
So wie das Mädchen selbst, sind für den feineren Sinn.
E r.
Aber fester hielt er dich nur; es grinste der Lacher,
Und dein Kleid zerriß oben vom Nacken herab.
Sie.
Und du warfst in begeisterter Wuth den Decher hinüber,
Daß er am Schedel ihm, häßlich vergossen, erklang.
Er.
Wein und Zorn verblendeten mich; doch sah ich den weissenNacken, die herrliche Brust, die du bedecktest, imBlick. ,