Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
186
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i8d

Schweigend begannest du nun, geschickt, die Früchte zu

ordnen:

Erst die Orange, die schwer ruht, als ein goldener Ball,

Dann die weichliche Feige, die jeder Druck schon entstellet;

Und mit Myrte bedeckt ward, und geziert, das Ge-schenk.

Aber ich hob es nicht auf; ich stand. Wir sahen einanderIn die Augen, und mir ward ovr dem Auge so trüb.

Deinen Busen fühlt' ich an meinem! Den herrlichen Nacken,Ihn umschlang nun mein Arm; tausendmal küßt' ich denHals.

Mir sank über die Schulter dein Haupt; nun knüpften auch »

deine

Lieblichen Arme das Band um den Beglückten herum.

Amors Hände fühlt' ich: er drückt' uns gewaltig zusammen.Und aus heiterer Lust donnert' es drepmal; da floß

Häufig die Thräne vom Aug' mir herab, du weintest, ich

weinte.

Und vor Jammer und Glück schien uns die Welt zu ver-gehn.

Immer heftiger rief es am Strand; da wollten die FüßeMich nicht tragen, ich rief: Dora! und bist du nicht mein?

Ewig! sagtest du leise. Ta schienen unsere Thronen,

Wie durch göttliche Luft, leise vom Auge gebaucht.

Näher rief es: Aleris! Da blickte der suchende Knabe

Durch die Lhüre herein. Wie er das Körbchen empfing!

Wie er mich trieb! Wie ich dir die Hand noch drückte!

Zu Schiffe

Wie ich gekommen? Ich weiß, daß ich ein Trunkenerschien.

Und so hielten mich auch die Gesellen, schonten den Kranken;

Uud schon deckte der Hauch trüber Entfernung dieStadt.

Ewig! Dora, lispeltest du; mir schallt es im Ohre

Mit dem Donner des Zcvs! Stand sie doch neben demThron,

Seine Tochter, die Gvttinn der Liebe; die Grazien standenIhr zur Seiten! Er ist gotterbekräfligt, der Bund!